Unfallversicherung

Der Unternehmer als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Unfallversicherung
Im Gegensatz zu Arbeitnehmern sind Unternehmer nicht automatisch in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. Es besteht jedoch die Möglichkeit der freiwilligen Mitgliedschaft bei der zuständigen Berufsgenossenschaft, dem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Rechtsgrundlage bildet der § 6 des SGBVII.
Für im Unternehmen angestellte Unternehmer, die zum Beispiel als Geschäftsführer tätig sind, besteht dafür keine Notwendigkeit, da sie genau wie andere Arbeitnehmer in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert sind. Die Höhe des Beitrags für freiwillig versicherte Unternehmer richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und ist nicht am tatsächlichen Einkommen des Unternehmers gekoppelt.

Versicherungspflicht der eigenen Angestellten
Als Unternehmer – auch als Existenzgründer – sind Sie dazu verpflichtet, Ihre Arbeitnehmer über die gesetzliche Unfallversicherung abzusichern. Im Gegensatz zu den anderen Sozialversicherungen zahlen Sie die Beiträge jedoch zu 100 % alleine. Neben “normalen” Angestellten müssen Sie auch geringfügig Beschäftigte und Praktikanten versichern. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der Lohnsumme Ihrer Arbeitnehmer, folglich sind Praktikanten beitragsfrei mitversichert.

Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung
Unfallversicherungsschutz besteht bei Wegeunfällen (direkter Weg vom Wohnsitz zur Arbeit und zurück) sowie für Unfälle auf der Arbeit.
Folglich sind Sie in Ihrer Freizeit, zum Beispiel bei Unfällen zu Hause oder während des Sports, nicht versichert. Hier empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Unfallversicherung, welche den Versicherten in der Regel weltweit 24 Stunden vor den Folgekosten eines Unfalls schützt.

Unser Tipp
Die Folgekosten eines Unfalls können schnell unüberschaubare Dimensionen erreichen. Oftmals ist die Ausübung der beruflichen Existenz nicht mehr möglich. Unterschätzen Sie daher das Risiko und die Folgen eines Unfalls nicht. Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung sind gut, statistisch gesehen geschehen die meisten Unfälle jedoch nicht auf der Arbeit, sondern in der Freizeit. Da in der Freizeit die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift, sollten Sie sich zusätzliche Angebote privater Anbieter einholen und diese vergleichen.

Die Beiträge zur Unfallversicherung können Sie steuerlich als Betriebsausgaben absetzen.

Zurück zu Versicherungen