PartG – Partnerschaftsgesellschaft

Die Partnerschaftsgesellschaft zählt zu den Personengesellschaften.

Zur Gründung schließen sich mindestens zwei natürliche Personen zur Ausübung ihrer freiberuflichen Tätigkeit zusammen.  Die Gründer/Partner müssen Angehörige freier Berufe sein. Rechtsgrundlage der Partnerschaftsgesellschaft ist – unter Vorbehalt des jeweiligen Berufsrechts - das Partnerschaftsgesellschafts-Gesetz (PartGG) . Welche Berufe als freiberufliche Tätigkeiten gelten, wird in § 1 Abs. 1 Satz 3 PartGG geregelt.
Die PartG entsteht im Innenverhältnis mit Abschluss des Partnerschaftsvertrags und im Außenverhältnis durch Eintragung in Partnerschaftsgesellschaftsregister. Der Partnerschaftsvertrag bedarf der Schriftform. Die Anmeldung beim zuständigen Amtsgericht muss von einem Notar beglaubigt werden.
Der Name der Partnerschaftsgesellschaft unterliegt den Regeln des § 2 Abs.1 PartGG und muss neben den Namen der Partner, den Zusatz “Partner” oder “Partnerschaft” sowie den in der Partnerschaft ausgeübten Berufen enthalten (z.B.: Muster und Partner, Musterberuf).

Merkmale
Person(en): Mindestens zwei natürliche, freiberuflich tätige Personen
Kapital: Keine gesetzlich vorgeschriebene Mindestkapitaleinlage
Geschäftsführung: grundsätzlich alle Partner oder individuelle Regelung laut Partnerschaftsvertrag
Haftung: Partner haften mit dem Partnerschafts- und Privatvermögen. Waren nur einzelne Partner mit der Bearbeitung eines Auftrags befasst, so haften nur sie für berufliche Fehler neben der Partnerschaft. Haftungsbeschränkung auf Höchstbeträge sind nach Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung möglich (§ 8 PartGG).
Gewinn und Verlustverteilung: laut Partnerschaftsvertrag
Kosten: Die Gründung birgt moderate Kosten. Neben möglicher Anwaltskosten für die Erstellung des Partnerschaftsvertrags und sind vor allem Notarkosten für den Eintrag ins Partnerschaftsgesellschaftssregister und Gerichtskosten für die Eintragung beim zuständigen Amtsgericht und die Bekanntmachung zu leisten.

Vor- und Nachteile
+ Kein Mindestkapital
+ Aufnahme von Gesellschaftern/Partnern möglich
+ individuelle Regelungen per Partnerschaftsvertrag möglich
+ Haftungsbeschränkungen möglich, insbesondere bei Fehlern von
Partnern
+ Gewerbe- und Körpersteuerfreiheit
- grundsätzlich Haftung mit dem Gesellschafts- und Privatvermögen, insbesondere bei eigenen Fehlern
- Rechtsform beschränkt auf freiberufliche Tätigkeiten im Sinne des PartGG

Unser Fazit
Die PartG ist für Angehörige der freien Berufe die ideale Rechtsform für eine Zusammenarbeit, da für sie im Gegensatz zu den Personengesellschaften wie GbR und oHG verbesserte Haftungsregeln gelten und sie im Gegensatz zu den Kapitalgesellschaften nicht der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer unterliegt.

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