28 Dez 2010

Steuerberatungskosten

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Steuerberatungskosten

Steuerberatungskosten umfassen alle Aufwendungen, die in sachlichem Zusammenhang mit dem Besteuerungsverfahren stehen. Hierzu zählen neben den Kosten für einen Steuerberater, Aufwendungen für Steuerfachliteratur und sonstige Hilfsmittel (z.B. Software). Zu den Steuerberatungskosten gehören auch Nebenkosten (BFH vom 12. Juli 1989, BStBl II S. 967), wie Fahrtkosten zum Steuerberater und Unfallkosten auf dem Weg zum Steuerberater.

Der Teil der Steuerberatungskosten, der auf die Ermittlung der Einkünfte entfällt (Arbeitslohn, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit oder Gewerbebetrieb, u.a.), kann bei der jeweiligen Einkunftsart anteilig steuermindernd berücksichtigt werden. So können z.B. die Gebühren des Steuerberaters für die Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit  als Werbungskosten geltend gemacht werden (Anlage N).

Nicht berücksichtigungsfähig ist jedoch der (allgemeine) Teil der Einkommensteuererklärung, der der Privatsphäre zuzuordnen ist. Zu den der Privatsphäre zuzurechnenden Aufwendungen zählen auch die Steuerberatungskosten, die
- durch haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse veranlasst sind,
- im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen oder der steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten stehen,
- die Erbschaft- oder Schenkungsteuer,
- das Kindergeld oder
- die Eigenheimzulage betreffen.

Sie sollten daher stets darauf achten, dass die Rechnung Ihres Steuerberaters eine  Aufteilung enthält, aus der die Teilbeträge der Gebühren für die Ermittlung der verschiedenen Einkünfte hervorgehen.

Entstehen Ihnen dennoch Aufwendungen, die unter Berücksichtigung sowohl betrieblich/beruflich als auch privat veranlasst sind, wie z.B. Beiträge an Lohnsteuerhilfevereine, Anschaffungskosten für Steuerfachliteratur oder Steuersoftware, so  ist im Rahmen einer sachgerechten Schätzung eine Zuordnung zu den Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Kosten der Lebensführung vorzunehmen.

Dabei wird es von der Finanzverwaltung nicht beanstandet, wenn solche Kosten in Höhe von 50% den Betriebsausgaben oder Werbungskosten zugeordnet werden. Aus Vereinfachungsgründen ist es erlaubt gemischte Steuerberatungskosten bis zu einem Betrag von 100 € den Betriebsausgaben oder Werbungskosten (z.B. als Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit) zuzuordnen.

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