08 Jan 2011

Liebhaberei

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Liebhaberei

Liebhaberei  liegt vor, wenn Sie keine Gewinnerzielungsabsicht mit Ihrer selbständigen oder gewerblichen Tätigkeit verfolgen. Gewinnerzielungsabsicht bedeutet aus Sicht des Finanzamts, dass Sie einen  steuerlichen  Gesamtgewinn anstreben und zwar von der Gründung des Unternehmens/ der selbständigen Tätigkeit  bis zur Aufgabe oder Veräußerung des Unternehmens/ der selbständigen Tätigkeit. Liegt Liebhaberei vor,  so bleiben die Verluste ebenso wie die  -gelegentlichen- Einnahmen unberücksichtigt.

Anlaufverluste nach Gründung sind in den ersten Jahren i.A. unproblematisch. Bei einem Verdacht, dass Liebhaberei vorliegt, kann man mit einer langfristigen Kalkulation, aus der hervorgeht, wann sich ein Gesamtgewinn einstellt, Einwänden des Finanzamts entgegenwirken. In einem Urteil des BFH (BFH-Urteil vom 23.05.2007, X R 33/04) wurde eine 5-jährige Anlaufphase mit einem vorliegendem Gesamtverlust als angemessen befunden. 

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