Finanzierung

Für die Finanzierung der Selbständigkeit wird Kapital benötigt (Kapitalbedarf). Dies kann sowohl Eigenkapital als auch Fremdkapital sein.
Die Art der Finanzierung kann entscheidenden Einfluss auf den Erfolg Ihres Unternehmens haben.

Der Einsatz von Kapital birgt Kosten. Leihen Sie sich Geld von einer Bank, müssen Sie hierfür Zinsen zahlen. Es entstehen die sogenannten Fremdkapitalkosten. Aber selbst wenn Sie Ihr “eigenes” Geld investieren, entstehen hierfür Kosten. Diese nennt man kalkulatorische Eigenkapitalkosten. Es sind fiktive Kosten, die für den Verzicht auf eine Anlage des Eigenkapitals am Kapitalmarkt berechnet werden.

Folglich macht eine Investition daher auch nur Sinn, wenn die Rendite (Eigenkapitalrendite/Gesamtkapitalrendite)  der geplanten oder realisierten Investition in das Unternehmen größer ist als die Kosten des Kapitals (kalkulatorische Eigenkapitalkosten und/oder Fremdkapitalkosten).

Beispiel: Ein Unternehmer überlegt die Investition in eine Fast-Food-Kette. Investitionsvolumen: 500.000 Euro. Geplanter Gewinn nach Steuern 20.000 Euro. Auf dem Kapitalmarkt kann eine sichere, festverzinsliche Rendite von 5 % erwirtschaftet werden.
Lösung: 20.000 Euro Gewinn bei einer Investition von 500.000 Euro entprechen einer Rendite von 4 %. Die Kapitalmarktrendite ist mit 5 % einen ganzen Prozentpunkt höher, eine Investition ist aus monetären Gründen daher nicht sinnvoll.

Unternehmer haben zur Finanzierung ihrer Existenzgründung verschiedene Möglichkeiten. Sie können auf  ihr vorhandenes Eigenkapital und Familiendarlehen zurückgreifen, Fördergelder/Förderzuschüsse und Förderdarlehen beantragen, und/oder Hausbankdarlehen und Kredite abschließen.