Rentabilitätsprognose
Rentabilitätsprognose
Die Rentabilitätsprognose ist eine zeitraumbezogene Erfolgsrechnung. Zweck ist die Ermittlung der Ertragskraft des Unternehmens. Ziel jeder Unternehmung sollte sein, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen (Gewinnmaximierung). Der Gewinn ergibt sich aus den Umsätzen abzüglich der Kosten. Die Prognoserechnung sollte dabei - analog zur Liquiditätsplanung - über einen Zeitraum von drei Jahren erstellt werden.
Bei nicht buchführungspflichtigen Unternehmen wird die Rentabilitätsprognose über eine einfache Gegenüberstellung von Umsatzerlösen und Kosten erstellt.
Ein häufiger Fehler ist es die Höhe der erwarteten Umsatzerlöse an die Kosten anzupassen. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie an dieser Stelle den realisierbaren, realistischen Umsatz ansetzen. Beziehen Sie sich hier wieder auf die schon bei der Analyse des Marktes und des Wettbewerbes geschätzten Absatzvolumina und Annahmen. Arbeiten Sie im Zweifelsfall wieder mit Worst-, Best- und einem wahrscheinlichen Szenario.
Bei buchführungspflichtigen Unternehmen beinhaltet die Rentabilitätsprognose eine Plan-Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) und eine Plan-Bilanz.
Plan-Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV)
Korrekt dargestellt unterliegt die Plan-Gewinn-und-Verlust-Rechnung einer bestimmten Formvorschrift. Rechtsgrundlage ist § 275 HGB, welcher die Staffelform vorschreibt. Bei der Staffelform werden die einzelnen Positionen untereinander angeordnet und man gelangt zum Periodenergebnis (Gewinn in einem bestimmten Zeitraum) über eine Fortrechnung in mehreren Zwischenschritten. Es besteht ein Wahlrecht zwischen der Erstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Umsatzkostenverfahren oder dem Gesamtkostenverfahren.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Umsatzkostenverfahren
Grob verallgemeinert entspricht der Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag dem Gewinn bzw. Verlust nach Steuern.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren
Plan-Bilanz
In der zeitpunktsbezogenen Plan-Bilanz werden die Vermögensbestände, welche zu Ertrag und Aufwand führen, sowie alle Kapitalbestände erfasst. Der Periodenerfolg ergibt sich als Veränderung der Differenz zwischen Vermögen und Fremdkapital. Die Plan-Bilanz enthält das Liquiditäts- als auch das Erfolgssaldo und fungiert somit als Bindeglied zwischen der Gewinnermittlung (GuV) und der Liquiditätsplanung.
Bilanz und GuV bilden den Jahresabschluss von Kaufleuten (§ 242 Abs.1 HGB). Dieser muss bei Kapitalgesellschaften noch um den Anhang ergänzt werden (§ 264 Abs.1 HGB). Die Aufgabe des Jahresabschlusses ist es einen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu gewähren.
Rentabilitätskennzahlen
Eigenkapitalrenditabilität für nicht buchführungspflichtige Unternehmen (Return on Equity, ROE)
(Gewinn nach Steuern / Eigenkapital) * 100
Eigenkapitalrenditabilität (Return on Equity, ROE)
(Jahresüberschuss nach Steuern / Eigenkapital) * 100
Gesamtkapitalrendite für nicht buchführungspflichtige Unternehmen (Return on Assets - RoA)
(Gewinn nach Steuern + Fremdkapitalzinsen/ Gesamtkapital) *100
Gesamtkapitalrendite (Return on Assets - RoA)
(Jahresüberschuss nach Steuern + Fremdkapitalzinsen/ Gesamtkapital) *100
Umsatzrendite für nicht buchführungspflichtige Unternehmen
(Gewinn nach Steuern - kalk. Unternehmerlohn/ Umsatz des Geschäftsjahres) *100
Umsatzrendite (Return on Sales, ROS)
(Jahresüberschuss nach Steuern / Umsatz des Geschäftsjahres) *100





